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Unruhe nach dem Aufhören mit Gras: Warum du nicht stillsitzen kannst

Körperliche Agitation und Unfähigkeit, sich zu entspannen während des Cannabis-Entzugs, angetrieben durch Norepinephrin-Schübe und GABA-Mangel.

Häufigkeit

40-50%

Höhepunkt

Höhepunkt Tag 5

Abklingen

~Höhepunkt Tag 18

Recovery-Zeitstrahl

Day 1Day 30Day 60Day 90
Beginn Höhepunkt Abklingen
Unruhe after quitting cannabis — key data
KennzahlWert
Häufigkeit bei Aufhörern40-50%
Typischer BeginnDay 1
Höchste IntensitätDay 5
Erwartetes Abklingen~Day 18
Gesamtdauer17 Tage (ungefähr)

Dein Bein wippt. Du läufst auf und ab. Du nimmst dein Handy, legst es weg, nimmst es wieder. Du kannst nicht lesen, fernsehen oder dich auf irgendetwas konzentrieren. Unruhe ist eines der DSM-5-Diagnosekriterien für das Cannabis-Entzugssyndrom, und das aus gutem Grund — sie betrifft etwa die Hälfte der Menschen, die aufhören.

Die Neurowissenschaft

THC ist ein Beruhigungsmittel für das zentrale Nervensystem. Es dämpft neuronale Aktivität, indem es die Glutamatfreisetzung hemmt und die GABA-Signalgebung verstärkt. Dein Gehirn passt sich an, indem es den erregenden Tonus erhöht, um zu kompensieren. Wenn THC entfernt wird, hast du erhöhte erregende Aktivität bei reduzierter Hemmung — ein Rezept für körperliche Agitation.

Zusätzlich löst der Entzug Norepinephrin-Schübe aus (dein Kampf-oder-Flucht-Neurotransmitter). Dein Körper befindet sich in einem milden Zustand der Überregung. Das ist derselbe Mechanismus, der Entzugsangst antreibt und zu Schlaflosigkeit beiträgt.

Zeitverlauf

  • Beginn: Tag 1–2
  • Höhepunkt: Tage 3–7 (zusammenfallend mit dem Entzugshöhepunkt)
  • Abklingen: Tage 14–21, wenn sich das GABA/Glutamat-Gleichgewicht normalisiert

Was hilft

1. Intensiver Sport

Anders als bei Müdigkeit spricht Unruhe gut auf intensive körperliche Aktivität an. Laufen, Radfahren, Schwimmen oder Krafttraining verbrennen überschüssiges Norepinephrin und produzieren beruhigende Endorphine. Das ist wahrscheinlich die wirksamste Einzelmaßnahme gegen Agitation.

2. Kälteexposition

Eine kalte Dusche (60–90 Sekunden) oder kaltes Wasser ins Gesicht aktiviert den Tauchreflex, der die Aktivität des sympathischen Nervensystems schnell herunterreguliert. Es klingt extrem, aber die Veränderung des Vagustonus ist sofort und messbar.

3. Progressive Muskelentspannung

Systematisches Anspannen und Loslassen von Muskelgruppen (beginne bei den Füßen, arbeite dich hoch) gibt deinem Körper etwas Physisches, das er mit der Agitation tun kann, während es gleichzeitig die parasympathische Entspannungsreaktion auslöst.

4. Stimulanzien reduzieren

Koffein verstärkt Norepinephrin. Wenn die Unruhe stark ist, reduziere oder eliminiere Koffein für die ersten 2 Wochen. Wechsle zu Kräutertee oder koffeinfreiem Kaffee.

Wann du Hilfe suchen solltest

  • Unruhe verhindert Schlaf an mehr als 3 aufeinanderfolgenden Nächten
  • Du hast das Gefühl, körperliche Bewegungen nicht kontrollieren zu können
  • Agitation führt zu aggressivem Verhalten

Telefonseelsorge: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222

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Medizinischer Haftungsausschluss: Dieser Inhalt dient nur zu Informationszwecken und stellt keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Konsultiere immer einen qualifizierten Arzt. In Krisensituationen ruf die Telefonseelsorge an: 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222.